Assoziative Gedanken aus der Psychologie

  

Die Interpretation und Deutung von Umweltreizen hängt von der Wahrnehmung zeitlich direkt vorhergehender Reize ab.
Priming ("assoziative Bahnung") kann daher auf vielfältige Weise eingesetzt werden, um die Wahrnehmung von Umweltreizen zu beeinflussen. Wissensinhalte im Langzeitgedächtnis sind in Gestalt assoziativer Netzwerke strukturiert und verknüpft. Wird eine Information durch einen externen Reiz ins Bewusstsein geholt, werden auch weitere, assoziativ verknüpfte Informationen aktiviert - Prinzip der Aktivierungsausbreitung. Die Folgen aus "geprimten Reizen" sind ihre schnellere Erkennbarkeit und ihre bessere, inhaltliche Deutung.

Daniel Kahnemann spricht in seinem Buch "Schnelles Denken - langsames Denken" von Priming als "Assoziationsmaschine" im Gehirn: "Vorstellungen, die durch Wörter wachgerufen wurden, lösen viele andere Vorstellungen aus, in einer sich ausbreitenden Aktivitätskaskade im Gehirn. Das Kennzeichen dieser komplexen Menge mentaler Ereignisse ist ihre Kohärenz. Jedes Element ist mit anderen verbunden, und jedes stützt und stärkt die anderen."

Die Karten mit Kunstwerken, die aus Ausstellungen bzw. Angeboten von Kunstkonzepten stammen, sollen Assoziationsketten zum Thema Kunst aktivieren und auf das Angebot von Kunstkonzepte neugierig machen. Die Karten spielen bewusst mit der von Kahnemann beschriebenen "assoziativen Kohärenz".

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